SICHERES VORARLBERG
JAHRESBERICHT 2025

VORWORT

 

Wenn ich als Geschäftsführer auf das vergangene Jahr zurückblicke, erfüllt es mich mit tiefem Stolz – nicht nur darauf, was wir gemeinsam erreicht haben, sondern vor allem darauf, wie wir es erreicht haben. In einem Umfeld, das zunehmend von Unsicherheiten, belastenden Meldungen und gesellschaftlichen Herausforderungen geprägt ist, erfordert erfolgreiche Präventionsarbeit mehr denn je KlarheitHaltung und Mut.

Gerade in solchen Zeiten sehen wir es als unsere Verantwortung und Pflicht, bewusst positive Impulse zu setzen. Wir möchten Zuversicht vermitteln und zeigen, dass Sicherheit nicht durch Rückzug entsteht, sondern durch Wissen, durch gelebte Gemeinschaft und durch das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, Risiken zu erkennen und ihnen aktiv zu begegnen.

Es wäre ein Fehler – getrieben von Ängsten oder Sorgen – uns als Menschen immer weiter zurückzunehmen oder unsere Kinder übermäßig vor der Welt schützen zu wollen. Wer ihnen jede Form von Erfahrung erspart, nimmt ihnen auch die Chance auf Selbstwirksamkeit, auf persönliche Entwicklung und auf ein gesundes, selbstbewusstes Heranwachsen. Prävention bedeutet für uns daher nicht Abschottung, sondern Stärkung.

Dass wir diese Haltung leben können, verdanken wir unseren Werten: Streb­samkeit, Inhaltsstärke und Verlässlichkeit. Sie prägen unser tägliches Tun, unsere Entscheidungen und unsere Zusammenarbeit – sowohl intern als auch mit unseren vielen engagierten Partner:innen im ganzen Land. Sie sind der Grund, warum Sicheres Vorarlberg heute als vertrauenswürdige, kompetente und zukunftsorientierte Unfallpräventionsorganisation wahrgenommen wird.
Ich danke allen Mitarbeitenden, den Kuratoriumsmitgliedern, Partnerorganisationen und Referent:innen sowie den vielen Menschen in Vorarlberg, die unsere Angebote unterstützen und annehmen, weitertragen und damit aktiv dazu beitragen, unser Land sicherer zu machen.

Mit diesem Jahresbericht möchten wir Einblick geben, Entwicklungen sichtbar machen und aufzeigen, welchen Beitrag wir als Team und Netzwerk dazu leisten konnten. Vor allem aber soll er Mut machen – Mut, gemeinsam weiterzugehen und Sicherheit als Aufgabe und Chance zu begreifen.

Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen! 

Mario Amann | Geschäftsführung

Team SiVo ©Studio 22

Unfälle führen zu hohen kosten und vieL LEID

Unfälle pro Jahr in Vorarlberg

Rund 31..000 Personen* müssen pro Jahr in Vorarlberg nach einem Unfall im Spital behandelt werden. Dadurch entstehen neben viel Leid auch hohe Folgekosten (Spitalskosten, Krankenstand, Therapien, uvm.).
Der Großteil der Unfälle passiert in den Bereichen Sport (40 Prozent) sowie im Heim- und Freizeitsektor (35 Prozent).  Auf die Bereiche Arbeit & Schule entfallen 15 Prozent an verletzten Personen und im Verkehr sind es rund 10 Prozent.

*https://www.kfv.at/unfallbilanz-2024-mehr-als-800-000-verletzte-in-oesterreich/

UNSER EINSATZ FÜR MEHR SICHERHEIT IN VORARLBERG

 

Unsere Vision „Vorarlberg. Frei von folgenschweren Unfällen“ zeigt uns den Weg. Um diesem Ziel näher zu kommen, sind wir gemeinsam mit rund 200 Referent:innen, Expert:innen und Partnerorganisationen im ganzen Land unterwegs. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Bevölkerung für Unfallrisiken zu sensibilisieren und Wege aufzuzeigen, wie schwere oder gar tödliche Unfälle vermieden werden können. Mit vielfältigen Programmen, Kursen und Vorträgen machen wir auf mögliche Gefahren aufmerksam und geben praktische Tipps weiter, die im Alltag schnell umgesetzt werden können.

Aktivitäten im Jahr 2025
Im Jahr 2025 konnten wir rund 20.100* Menschen bei insgesamt etwa 600 Veranstaltungen erreichen und schulen. Dabei waren wir in 75 Gemeinden und Städten vor Ort aktiv.

Regionale Übersicht
Die folgende Übersichtskarte zeigt, welche Programme in den einzelnen Orten durchgeführt wurden und wie viele Teilnehmende jeweils dabei waren.

*20.100  Personen =  inkl.  ca 3.000 Personen aus den landesweiten Bewegungsgruppen und rund 2.300 Personen, die beim Kindersicherheitsprogramm OBACHT – DAMIT ICH SICHER AUFWACHSE registriert sind . Diese sind auf der Übersichtskarte nicht erfasst! 

Kleinkind_Pfanne_©Shutterstock

Sicherheit für Kleinkinder – „OBACHT – Damit ich sicher aufwachse“

Das Kindersicherheitsprogramm OBACHT stand 2025 ganz im Zeichen gelebter Diversität. Ein besonderer Schwerpunkt lag darauf, die nicht-deutschsprachige Bevölkerung in Vorarlberg noch gezielter zu erreichen. Erfahrungen zeigen, dass sprachliche Barrieren den Zugang zu Präventionsangeboten erschweren, umso entscheidender ist es, hier Brücken zu bauen und Sicherheit für alle Kinder gleichermaßen zu fördern.

Das OBACHT‑Team blickt gemeinsam mit der kleinen Eule Olli auf ein intensives und wirkungsvolles Arbeitsjahr zurück. Während des ganzen Jahres wurden rund 2.300 Kinder und ihre Eltern sowohl per Post als auch digital mit wertvollen Tipps und Tricks rund um die Kinder-Unfallprävention versorgt. Weiters wurden mehr als 1.000 Personen bei diversen Veranstaltungen zu diesem wichtigen Thema sensibilisiert.

2025 stand im Zeichen zahlreicher Begegnungen, kreativer Präventionsangebote und vieler Momente, in denen Erziehungsberechtigte, deren Kinder und auch viele Multiplikator:innen für das Thema „Sicherheit im Alltag“ begeistert werden konnten. Ein besonderer Fokus lag dabei auf den nicht‑deutschsprachigen Familien, insbesondere auf türkisch-sprachigen Eltern und deren Kindern. Besonders bei Menschen, die sozial schwächer gestellt und/oder der deutschen Sprache nicht mächtig sind, kommen wichtige Informationen zur Gesundheitsförderung und Prävention oft nicht in vollem Umfang an – sei es aufgrund sprachlicher Hürden, kultureller Unterschiede oder fehlender Zugänge zu bestehenden Angeboten. Umso wichtiger ist es, Barrieren ab-, Vertrauen aufzubauen und Materialien sowie Veranstaltungen so zu gestalten, dass sie möglichst alle Familien erreichen. Dies haben wir im vergangenen Jahr unter anderem hier versucht umzusetzen:

  • „Wir spielen Deutsch“ (Bludenz)
  • Familiencafés (Hard und Dornbirn)
  • Sprachtreff für Frauen (Bludenz)
  • Schulung der Tagesmütter (landesweit)
  • Unterwegs mit dem Spielebus und dem mobilen Familientreff (Dornbirn)
  • Unterwegs mit dem Familien-Impulse-Mobil (Vorarlberger Kinderdorf)
  • Schulung der Purzelbaumgruppenleiterinnen (Kath. Bildungswerk)
  • Schulungen in Schloss Hofen, an der FHV sowie an der SOB
  • Erarbeitung eines neues Elternthemas für den Eltern.Chat (Katholisches Bildungswerk), u.v.m.

Der gesetzte Schwerpunkt wird auch künftig ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit bleiben, denn Prävention wirkt nur dann nachhaltig, wenn sie inklusiv gedacht wird und niemanden ausschließt.

Sandra König |  Bereichsleitung Familie & Senioren

Sturzprävention ©Studio 22

Lebenswert älter werden – Sturzprävention in Vorarlberg

Die Sturzprävention ist ein zentraler Baustein für ein selbstbestimmtes und sicheres Leben im Alter. Gerade ältere Menschen profitieren von verständlicher Aufklärungsarbeit, praxisnahen Vorträgen und leicht zugänglichen Materialien wie die Broschüre und die Checkliste für eine sichere Lebensumgebung aus der Reihe LEBENSWERT ÄLTER WERDEN. In enger Zusammenarbeit mit den im Land angesiedelten Bewegungsgruppen haben wir auch 2025 versucht, die Menschen bei der frühzeitigen Erkennung von Risikofaktoren zu unterstützen und diesen gezielt entgegenzusteuern.

Besonders freuen wir uns, dass wir unseren Referent:innen-Pool aufstocken konnten und uns neben der Physiotherapeutin Andrea Sturm und den Ergotherapeutinnen Petra Hartmann und Kristin Koch 2025 auch der ehemalige Geschäftsführer von Sicheres Vorarlberg, Franz Rein, tatkräftig mit seiner langjährigen Expertise zum Thema „Mehr gesunde Lebensjahre im Alter“ unterstützt hat. Mit Robert Seeberger konnten wir einen weiteren neuen Referenten gewinnen, der sich zukünftig speziell dem Thema „Haushaltssicherheit“ widmen wird. Insgesamt wurden 22 Vorträge in 15 verschiedenen Gemeinden/Städten abgehalten.
Ein weiterer wichtiger Teil in der Sturzpräventionsarbeit war die neuerliche finanzielle sowie fachliche Begleitung der Senioren-Übungsleiter:innen-Ausbildung. Auch 2025 wurde diese von der Sportunion organisiert und durchgeführt. Die in Vorarlberg tätigen Senioren-Übungsleiter:innen leisten einen wertvollen Beitrag, dass ältere Menschen möglichst lange und selbstbestimmt in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Hier gilt ein großer Dank allen beteiligten Institutionen für die gute Zusammenarbeit während des ganzen Jahres.

Sandra König |  Bereichsleitung Familie & Senioren 

Bild 02_PK Ertrinken_©Land Vorarlberg7PRO.TV

Praxisnahe Sicherheit im SPORT

Ob auf der Piste, dem Rad, in der Kletterhalle oder im Wasser – 2025 lag der Fokus im Sportbereich wieder auf praxisnaher Sicherheit. ABSEITS DER PISTE – Kurse im Winter, Rad- und E-Bike-Trainings sowie Kletter- und BMX-Workshops machten Risiken erlebbar und stärkten das Verantwortungsbewusstsein von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Ergänzend wurden Sportvereine durch eine Online-Fortbildung unterstützt, um Sicherheit und Prävention direkt in den Trainingsalltag zu integrieren. Besonders viel Aufmerksamkeit galt dem Schulprojekt WASSER-SICHERHEITS-CHECK in Kooperation mit Vorarlberg >>bewegt, das die Sicherheit im und am Wasser stärkt und Kindern grundlegende Selbstrettungskompetenzen vermittelt.

Ein zentraler Schwerpunkt 2025 war der WASSER-SICHERHEITS-CHECK (WSC), der als Schulprojekt in Kooperation mit Vorarlberg >>bewegt umgesetzt wurde. Ziel des Projekts ist es, Kindern der zweiten und dritten Schulstufe grundlegende Selbstrettungskompetenzen im Wasser zu vermitteln und so Ertrinkungsunfälle zu vermeiden.

Insgesamt 1.000 Kinder aus 53 Schulklassen nahmen am WSC teil. In 159 Einsätzen, mit ca. 1.000 Trainer:innenstunden, sammelten sie rund 6.000 Bewegungsstunden im Wasser. Der Check überprüft vier aufeinanderfolgende Übungen: Rolle ins Wasser, eine Minute über Wasser halten, 50 Meter schwimmen und selbstständiger Ausstieg aus dem Becken.
Die Evaluation des Schuljahres 2024/25 zeigt eine hohe Erfolgsquote: 79,38 % der Kinder absolvieren den WSC erfolgreich. Kinder, die bereits schwimmen können, bestehen den Check nahezu vollständig (97,83 %). Leicht-Schwimmer:innen erreichen eine Erfolgsquote von 90,67 % und selbst ein Drittel der Nicht-Schwimmer:innen (34,34 %) meistert alle Übungen. Auffällig ist, dass rund ein Drittel der Eltern die Schwimmfähigkeiten ihrer Kinder überschätzt.

Der WASSER-SICHERHEITS-CHECK stärkt nicht nur die Selbstrettungskompetenz, sondern fördert auch Bewegung, Koordination und Sicherheitserfahrung im Wasser. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag, Kinder gezielt für Gefahren im und am Wasser zu sensibilisieren und ihre Selbstständigkeit zu unterstützen.

Sabrina Burtscher |  Bereichsleitung Sport

still-life-paper-urban-transport-assortment ©Freepik

Verkehrssicherheit erleben und verstehen

2025 sensibilisierten wir mehr als 8.000 Kinder dafür, wie sie selbst Verantwortung im Straßenverkehr übernehmen können. Durch praxisnahe Übungen stärkten sie ihre Aufmerksamkeit, Reaktionsfähigkeit und ihr sicheres Verhalten – direkt vor Ort, mit viel Eigeninitiative und hohem Alltagsbezug. Die Kinder setzten sich aktiv mit Sichtbarkeit, Rücksichtnahme und typischen Gefahrensituationen auseinander und erlebten, dass ihr eigenes Verhalten einen entscheidenden Beitrag zu ihrer Sicherheit leisten kann. So wurde Verkehrssicherheit nicht nur vermittelt, sondern als selbstverständlicher Teil des Alltags verankert.

Konkret umgesetzt wurde dieser Ansatz durch unsere Verkehrssicherheitsprogramme SEHEN UND GESEHEN WERDEN, REFLEKTOR CHAMPION, TRIXI – TOTER WINKEL, LÄNDLE RAD-RITTER und RAD-SPIELE-ANHÄNGER . Im vergangenen Jahr nahmen insgesamt 8.233 Kinder an den Programmen teil. Diese waren an 155 Schulen in 79 Gemeinden im Einsatz und zeigen die große Reichweite und Wirkung unserer alltagsnahen Verkehrssicherheitsarbeit:

  • SEHEN UND GESEHEN WERDEN: Bei diesem Programm konnten die Kinder selbst ausprobieren und hautnah erleben, wie stark reflektierende Materialien ihre Sichtbarkeit erhöhen – besonders bei Dämmerung und in der Dunkelheit. So wurde erlebbar, warum Sichtbarkeit ein zentraler Faktor für Verkehrssicherheit ist.
  • REFLEKTOR-CHAMPION: Beim Sammeln von Stickern als Belohnung für das tägliche Tragen von reflektierender Kleidung, lernten die Kinder spielerisch, wie wichtig es ist, „sichtbar“ zu sein und gesehen zu werden. Die Aktion förderte  eine nachhaltige Verhaltensänderung und verankerte Sichtbarkeit als selbstverständlichen Teil des Alltags.
  • TRIXI – TOTER WINKEL: Mittels interaktiver Übungen erfuhren die Kinder, welche Gefahren im toten Winkel von LKWs lauern. Sie trainierten, wie sie sich bewusst und sicher im Umfeld großer Fahrzeuge bewegen.
  • LÄNDLE RAD-RITTER: An abwechslungsreichen Stationen verbesserten Volksschulkinder ihre Fahrradbeherrschung, Balance und Reaktionsfähigkeit – ein spielerischer und motivierender Zugang zur Vorbereitung auf die Radfahrprüfung.
  • RAD-SPIELE-ANHÄNGER: Spielerische Radübungen und Verkehrsszenen bringen Kinder jeden Alters Radfahrpraxis und Regelwissen bei. Auch Anfänger:innen werden gezielt unterstützt – direkt vor Ort.

Lisa Schordje | Bereichsleitung Kindergarten und Schule

Wanderweg gesperrt ©Sicheres Vorarlberg

R.A.G.N.A.R. –  Neues Risikobewertungs-Tool stärkt Gemeinden in Vorarlberg

Mit R.A.G.N.A.R. (Risiko Analyse Gravitativer Naturgefahren im Alpinen Raum) steht den Gemeinden in Vorarlberg ein innovatives und praxistaugliches Werkzeug zur Verfügung, um gravitative Naturgefahren (Steinschlag) auf Wanderwegen objektiv zu beurteilen. Ziel ist es, die Wegehalter:innen, insbesondere Gemeinden, bei ihrer sicherheitsrelevanten Verantwortung nachhaltig zu unterstützen.

Entlastung für Gemeinden und klare Entscheidungsgrundlagen

Gemeinden sehen sich als Wegehalter:innen zunehmend mit Haftungsfragen und komplexen Beurteilungssituationen konfrontiert. Besonders der Klimawandel führt zu mehr Steinschlag- und Blocksturzereignissen, wodurch Unsicherheiten bei der Bewertung steigen. R.A.G.N.A.R. bietet eine wissenschaftlich fundierte, klar strukturierte Vorgehensweise, um Risiken realistisch einzuschätzen, zu dokumentieren und notwendige Maßnahmen abzuleiten. Das Modell wurde ursprünglich federführend vom Land Tirol, dem Österreichischen Alpenverein und LO.LA entwickelt. Das Land Vorarlberg mit der Abteilung Raumplanung und Baurecht machte sich dafür stark, dieses zu adaptieren und nach Vorarlberg zu holen und übergab Sicheres Vorarlberg die landesweite Umsetzung.
R.A.G.N.A.R. ermöglicht es, zwischen tolerierbarem Restrisiko, notwendigen Sicherungsmaßnahmen oder tatsächlich erforderlichen Wegsperren zu unterscheiden und schützt Gemeinden damit vor übervorsichtigen Sperren, die häufig touristisch wichtige Routen betreffen.

Sicheres Vorarlberg übernimmt Umsetzung und Schulung

Als die Unfallpräventionsstelle im Land koordiniert Sicheres Vorarlberg die Umsetzung von R.A.G.N.A.R. in Vorarlberg. Dies umfasst:

  • die fachliche Begleitung der Gemeinden
  • die Schulung lokaler Experten vor Ort
  • die Unterstützung bei der Risikoanalyse gemäß R.A.G.N.A.R.-Standard
  • die einheitliche Umsetzung von Maßnahmen und Hinweistafeln
  • die kontinuierliche Qualitätssicherung.

Die Umsetzung erfolgt in Abstimmung mit der Abteilung Raumplanung und Baurecht. So fließen u.a. bereits vorhandene geologische Gutachten in die Bewertung ein.
Damit stellt Sicheres Vorarlberg sicher, dass das System – wie auch in Tirol – einheitlich, effektiv und rechtssicher angewendet wird.

Mehr Sicherheit und weniger unnötige Wegsperren

R.A.G.N.A.R. betrachtet das alpine Risiko ganzheitlich und stützt sich auf lokale Expertise, empirische Daten und internationale Standards.
Dies führt zu:

  • mehr Sicherheit für Wandernde und Bergsteiger:innen
  • klaren Entscheidungen für Gemeinden
  • Kostenersparnis durch sachgerechte Maßnahmenplanung
  • Erhalt wertvoller Tourismus-Infrastruktur
  • Transparenz gegenüber Bürger:innen und Gästen
  • einer stärkeren Bewusstseinsbildung für Eigenverantwortung im alpinen Raum.

Gemeinsames Ziel: Ein sicheres und lebendiges Wegenetz im Land 

Die Gemeinden stehen vor großen Herausforderungen: Mehr Nutzerinnen und Nutzer sowie mehr Naturgefahren bedeuten auch mehr Verantwortung. R.A.G.N.A.R. liefert klare Kriterien, fundierte Analysen und nachvollziehbare Entscheidungen. Das Angebot, durchgeführt von Sicheres Vorarlberg, ist ein wichtiger Schritt, um den alpinen Lebensraum weiterhin verantwortungsvoll zugänglich zu halten.

Mario Amann | Geschäftsführung

Die Organisationsstruktur von Sicheres Vorarlberg ist der Fonds Sichere Gemeinden, der 1997 gegründet wurde. Die Finanzierung erfolgt durch die Fondspartner, die im Wesentlichen auch die Träger der Unfall-Folgekosten sind.