Ratgeber

Stand-Up-Paddling (SUP)

Gut gerüstet für die SUP-Tour

Ein sonniger Tag, ruhiges Wasser, das Board unter den Füßen – Stand-up-Paddling vermittelt schnell ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit. Der Sport ist zudem für nahezu jede und jeden gut erlernbar. Die wichtigste Voraussetzung ist sicheres Schwimmen.

Schon kleine Veränderungen – ein aufkommender Wind, kühles Wasser oder zu große Distanz zum Ufer – können allerdings aus einer entspannten Ausfahrt rasch eine kritische Situation machen. Durch diese oft unterschätzten Gefahren verzeichnet die Wasserrettung immer mehr Einsätze mit SUP-Beteiligung.

Mit den folgenden Tipps möchten wir dich dabei unterstützen, sicher am Wasser unterwegs zu sein und geben dir gleichzeitig einen Überblick über wichtige rechtliche Rahmenbedingungen.

Stand-up-Paddling©Pexels

TIPPS & SICHERHEITSMAßNAHMEN

Dein SUP muss mit Name und Anschrift, idealerweise auch mit Handynummer beschriftet sein.

Informiere dich über das Wetter, Temperatur und Windstärke und lege deine Ausrüstung bereit.

Wenn möglich, paddel mit Freunden und bleibt zusammen. Das macht nicht nur mehr Spaß, sondern ihr könnt euch auch gegenseitig helfen, falls ihr in Schwierigkeiten geratet.

Falls du alleine gehst, stelle sicher, dass jemand weiß, wohin du gehst und wann du voraussichtlich zurückkommst.

Die richtige Kleidung ist ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Passe deine Kleidung der Wassertemperatur und nicht nicht der Lufttemperatur an.

Folgendes wird empfohlen:

  • Unter 10 Grad Wassertemperatur:
    Trockenanzug (SUP Suit), darunter warme Funktionskleidung, Neoprenschuhe. Eventuell wasserdichte Socken, Mütze und Handschuhe.
  • Zwischen 10 und 18 Grad Wassertemperatur:
    Trockenanzug (SUP Suit), darunter dünne Funktionskleidung oder eine spezielle SUP-Neoprenkleidung. Ein Neoprenanzug ist auf jeden Fall besser als keine Schutzkleidung.
  • Über 18 Grad Wassertemperatur:
    Shorts, Shirts und Badebekleidung aus schnell trocknenden Materialien mit UV-Schutz. Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnenschutz nicht vergessen. Wer mehr Zeit im Wasser verbringt, ist mit einem Neoprenanzug besser ausgerüstet.
  • Trage am See eine Leash (=Befestigungsleine am Fuß, damit das Brett im Falle eines Sturzes nicht wegtreibt). Im Fließwasser solltest du niemals mit Leash unterwegs sein!
  • Entfernst du dich mehr als 300 Meter vom Wasser, musst du eine Rettungsweste dabei haben. Wir empfehlen dir aber generell das Tragen einer zertifizierten Rettungsweste.
  • Nimm genügend Trinkwasser und in einer wasserdichten Tasche Snacks, Wechselkleidung und für den Notfall dein Handy mit.

Respektiere deine Fähigkeiten und Fertigkeiten. Wenn du ein Gebiet noch nicht kennst, frage erfahrene Stand-up-Paddler:innen nach Tipps.

Am See gilt: Windkraft vor Muskelkraft vor Motorkraft – Segler:innen haben also Vorfahrt, dann kommen SUP-Fahrer:innen, dann Motorboote. Ausnahmen sind Linienschiffe sowie Rettungskräfte und Polizei im Einsatz. Von Berufsfischern (gekennzeichnet mit einer weißen Fahne) ist Abstand zu halten. Halte ebenso den Mindestabstand von 50 Metern zu Vorrangfahrzeugen ein. Auch zu Wasserpflanzen wie Schilf, Binsen und Seerosen sollte ein Mindestabstand von 25 Metern eingehalten werden.

Rot-weiß-rote Schilder oder Bojen kennzeichnen Sperrgebiete. Hier ist die Durchfahrt verboten. Hafeneinfahrten sollten, wenn überhaupt, zügig gequert werden.

Gerade am Bodensee ändern sich die Wetterbedingungen in Minuten. Paddel sofort zurück bei Wind- oder Sturmwarnung (orange Blinklichter am Ufer). Bleib in der Nacht oder bei schlechter Sicht lieber am Ufer. Wenn du unbedingt paddeln möchtest, führe ein gut sichtbares, weißes Rundumlicht mit.
Tipp: Bei plötzlich aufkommendem Wind kann es helfen, im Knien in Ufernähe weiter zu paddeln, da der Körper so eine geringere Angriffsfläche bietet.

Als Hilfssignal kannst du die nach beiden Seiten ausgestreckten Arme langsam und wiederholt heben und senken.

Überprüfe regelmäßig den Zustand des Materials und befreie das Board von Schmutz. Lagere es an einem trockenen Ort.

Die richtige SUP-Technik hilft dabei, schneller voran zu kommen und kann Verletzungen vorbeugen. Expert:innen bieten Kurse an, um dir alle Basics und Paddel-Techniken, sowie Wichtiges rundum Sicherheit, Rettung und Tourenplanung mitzugeben. 

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