Walmendingerhorn

Präventionsmaßnahme am Walmendingerhorn

Wer den Wanderweg von der Bergstation des Walmendingerhorns ins Tal nimmt, der muss seit kurzem durch einen hölzernen Türstock, welcher mit einer Tafel versehen ist. Eine Installation, die auf die Abstiegsproblematik für Menschen mit mangelnder körperlicher Fitness oder auf zu wenig vorbereitete Wanderer ausgerichtet ist.

In den letzten Jahren musste die Bergrettung Mittelberg-Hirschegg hohe Einsatzzahlen am Walmendingerhorn verzeichnen. Die Bergretter erkannten immer wiederkehrende, sehr ähnliche „Unfallmuster“. Der zwischen 60 und 80 Jahre alten Urlaubsgast, der mit der Bergbahn als Aufstiegshilfe bequem nach oben fährt und dann die steilen Abstiegsvarianten ins Tal unterschätzt. Die Folge: Immer öfters Alarmierungen der Bergrettung nach Unfällen wegen Kreislaufproblemen, Umknicken, Stolpern oder einfach nur mangelnder körperlicher Fitness.

Aus diesem Grund haben wir uns auf Initiative der Bergrettung Mittelberg-Hirschegg vor bereits zwei Jahren mit Vertretern der Gemeinde, der Bergbahn und Kleinwalsertal Tourismus zusammengesetzt. Ziel war es, die zuvor stark gestiegenen Einsatzzahlen im Bereich der Abstiegsrouten Lüchlealp und Stutzalp vom Walmendingerhorn ins Tal zu reduzieren

Der abstiegswillige Fußgänger wird durch eine Tafel darauf aufmerksam, dass vom Ausstieg aus der Gondel in der Bergstation der Walmendingerhornbahn bis zum Türstock bereits eine Höhendifferenz von 3 Gebäudestockwerken überwunden wurde. Und: Noch stolze 300 dieser Gebäudestockwerkshöhen warten noch beim Abstieg ins Tal. „Fit genug für den Abstieg?“, so lautet sinngemäß das, was noch auf der Tafel zu lesen ist.

Dieser Türstock wurde im Herbst 2017 aufgestellt. Nach einer Probephase soll evaluiert werden, ob die Zahl der Einsätze zurückgegangen sind.

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