Ratgeber

Achtsames Verhalten bei Begegnungen mit Viehherden

So Gelingt ein respektvolles und sicheres Miteinander auf Wanderwegen und Alpen

Unsere Alpen sind nicht nur Naherholungsgebiet für viele Menschen, sondern vor allem auch Lebensraum für zahlreiche Weidetiere. So ist es keine Seltenheit, dass man beim Wandern auf Kühe trifft oder ganze Kuhherden die Wege kreuzen. Wenn sich diese grundsätzlich friedlichen Tiere bedroht fühlen und sich und ihre Kälber schützen wollen, kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Vermeide deshalb unbedingt, zwischen Mutterkuh und Kalb durchzugehen.

Bewege dich ruhig und berechenbar
Kühe haben ein eingeschränktes Sichtfeld und erschrecken leicht, wenn sich jemand plötzlich oder hektisch nähert. Gehe langsam weiter und vermeide ruckartige Bewegungen. Streichle und füttere die Kühe nicht – direkter Kontakt kann sie verunsichern und ist für Wandernde wie Tiere riskant. Alpen sind kein Streichelzoo!
Kommt eine Kuh auf dich zu oder zeigt deutliches Interesse, bleibe ruhig und vergrößere den Abstand, indem du einen weiten Bogen um sie bzw. die Herde machst. Drehe ihr nicht abrupt den Rücken zu und beginne nicht zu rennen. Schnelles Weglaufen kann Unsicherheit oder ein Nachlaufen auslösen.

Unterwegs mit einem Hund
Nimm deinen Hund rechtzeitig an die kurze Leine. Für Kühe stellen Hunde eine potenzielle Gefahr dar, da sie diese instinktiv mit Raubtieren in Verbindung bringen. Sollte eine Kuh angreifen, leine den Hund sofort los. Die Kuh konzentriert sich fast immer auf den Hund, nicht auf den Menschen. Hunde sind schneller als Menschen und können einem Angriff meist besser ausweichen.

Respektiere Grenzen
Halte dich an Absperrungen und respektiere Weidezäune. Nutze nur die vorgesehenen Übergänge und schließe Tore immer sorgfältig hinter dir. Meide eingezäunten Flächen, die nicht als offizieller Wanderweg markiert sind.

Kühe die Gefahr beim Wandern?

Was tun im Ernstfall?

Beim Wandern und näheren Kontakt mit Kühen gibt es verschiedene Signale. Werden diese richtig gedeutet und dementsprechend gehandelt, können gefährliche Situationen rasch entschärft werden.

  • Phase 1
    Die Kuh fixiert dich und lässt dich nicht mehr aus den Augen.
  • Phase 2
    Die Kuh senkt den Kopf und bietet so dem Gegner die Stirn.
  • Phase 3
    Kommt die Kuh näher, ist es höchste Zeit, Distanz zwischen dich und die Kuh zu bringen, ohne zu rennen. Gehe, wie bereits erwähnt langsam und ruhig, immer die Kuh im Blick, weiter. Sollte die Kuh jetzt trotzdem angreifen, helfen dir laute Schreie oder lautes Zurufen. Wildes Wedeln, z.B. mit einem Stock, kann zusätzlich helfen, das Weidetier zu vertreiben.

Hier findest du 10 einfache Regeln, die auf Almen und bei Weidetiere zu beachten sind in einem kurzen Video.

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