Blogbeitrag vom 1. September 2023

macht euch bitte sichtbAR! 

 

Seit 2014 umfasst mein Aufgabenbereich in der Bildungsdirektion Vorarlberg auch die Verkehrs- und Mobilitätsbildung an den Vorarlberger Schulen. In Zusammenarbeit mit den Partnern der Verkehrserziehung arbeiten wir gemeinsam für die Sicherheit unserer Kinder, setzen Projekte um und bieten den Bildungseinrichtungen Angebote und Materialien für den Unterricht.

Als ich gefragt wurde, ob ich einen Beitrag für diesen Blog schreiben möchte, war mein erster Gedanke: „Wovon soll ich den Leserinnen und Lesern erzählen? Was ist es wert, erzählt zu werden?“ Es gibt so viele gute Ideen, Angebote, Herangehensweisen, … die unser Leben leichter und sicherer machen. Nicht nur in meiner Funktion als Verkehrs- und Mobilitätsreferentin des Landes Vorarlberg liegt mir die Sicherheit unserer Schüler:innen am Herzen, sondern auch als Pädagogin und Mutter eines inzwischen erwachsenen Sohnes.

Irgendwo an der langen Leine des reflektierenden Hundehalsbandes befindet sich ein dunkel gekleideter Mensch….

Bei meinen Abendspaziergängen, aber auch bei meiner morgendlichen Fahrt ins Büro kann ich immer wieder unser Verkehrsgeschehen beobachten. Junge und auch ältere Verkehrsteilnehmende dunkel gekleidet, ohne Beleuchtung, schlängeln sich zwischen parkenden Autos durch und überqueren, ohne anzuhalten oder ein Handzeichen zu geben, die Straße. Hunde mit beleuchteten Halsbändern sind mit einer langen, dunklen Leine mit ihren dunkel gekleideten Besitzerinnen und Besitzern verbunden und das Wissen, dass hinter der leuchtenden „Fellnase“ irgendwo ein Mensch sein muss, lässt mich als Verkehrsteilnehmerin vorsichtig sein.

Jeden Morgen sehe ich unsere Schüler:innen, die zu Fuß in die Schule gehen. Ende November, wenn es am Morgen noch dunkel ist, wandern sie in kleinen Gruppen am Rande der Straße oder auf dem Gehsteig zur Schule. Zum Glück gehen sie zu Fuß, haben sich viel zu erzählen, überlegen gemeinsam, was heute in der Schule alles zu tun sein wird, beobachten alles Mögliche auf ihrem Weg zur Schule, sind oft unkonzentriert und lassen sich nur viel zu gerne von den Gefahren des Straßenverkehrs ablenken. Wie gut, dass so viele von ihnen eine Warnweste tragen und mit ihrem Spaziergang zur Schule etwas für ihre Gesundheit tun und das Verkehrschaos vor den Bildungseinrichtungen vermindern.

Die große Mehrheit der Kinder und Jugendlichen kommen aus einem Elternhaus, das Wert auf die Sicherheit der Kinder legt. Auch den Schulen und den elementarpädagogischen Einrichtungen ist die Verkehrs- und Mobilitätsbildung ein großes Anliegen. Gemeinsam achten sie darauf, dass sich die Kinder gut sichtbar auf den Weg machen.

Am meisten freut es mich, wenn ich eine Gruppe Schüler:innen sehe, die ihre Warnwesten tragen. Nicht zu übersehen, plappernd und lachend marschieren sie dahin.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich im Dunkeln gut sichtbar zu machen!

MEINE GEDANKEN:

Wie viel einfacher und sicherer wäre es, wenn wir uns alle gut sichtbar auf den Weg machen würden?

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