Ratgeber

Sicher stehen und gehen

 

Wir kennen das von Kindern und Jugendlichen. Stürze gehören in einem gewissen Alter einfach dazu. Was man als junger Mensch noch gut übersteht, kann einem aber in späteren Jahren heftig zusetzen. 80 % aller Verletzungen von Menschen über 60 sind auf Stürze zurückzuführen.
Eine beeindruckende Zahl und Studien zeigen zudem: Der Großteil der Unfälle älterer Menschen daheim könnte vermieden werden. Denn die Unfallgefahren, die zu Hause lauern, lassen sich beseitigen.
Dafür ist es aber notwendig, Unfallursachen im Haushalt zu erkennen, gezielt aus dem Weg zu schaffen und die richtigen Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Ordnung ist die halbe Miete
Oft sind es kleine menschliche Schwächen und Nachlässigkeiten, die zu gefährlichen Situationen führen. Die verstellte Stiege, Flaschen auf der Kellertreppe, ein zum Trocknen aufgespannter Schirm im Flur, ein Paket Altpapier, das auf die Entsorgung wartet, usw.
Achten Sie darauf: Stiegen, Flure und Gehwege sind keine Abstellräume. Unbedingt von allen Gegenständen freihalten!

Nur die Ruhe!
Das Telefon klingelt und schon ist man auf dem Sprung? Stress und Hektik münden oft in gefährliches Sturzrisiko.
Ein einfach zu bedienendes Mobiltelefon, das man immer bei sich trägt, eine Gegensprechanlage für die Haustüre, eine automatische Herdabschaltung und eine gute Tageseinteilung können einfache Ansätze für weniger Hektik im Seniorenalltag sein.

  • Bewegungsmelder – es werde Licht

Das leidige Tasten nach dem Lichtschalter muss nicht sein. Ein Bewegungsmelder kann beispielsweise den nächtlichen Gang zur Toilette sichern. Dunkle oder schlecht beleuchtete Hauseingänge, Stiegen und Gehbereiche sind gefährliche Stolperfallen.
Schaffen Sie Licht. Die Anbringung von Bewegungsmeldern, einer zusätzlichen Leuchte oder einer stärkeren Glühbirne können Ihren Lebensraum wesentlich sicherer machen. Zudem können feste Hausschuhe das Sturzrisiko deutlich reduzieren.

  • Kabelsalat

Provisorische Kabel sollten mit einem breiten Markier-Klebeband am Boden fixiert sein. Besser ist es, Kabel der Wand entlang, außerhalb der Gehbereiche zu verlegen und mit Kabelschellen zu befestigen.

  • Über die Schwelle

Türschwellen sind echte Stolperfallen und müssen nicht sein. Oft ist eine komplette Entfernung möglich und der Luftzug kann auch durch andere Lösungen abgedichtet werden.
Wenn eine Entfernung nicht möglich ist, kennzeichnen Sie die Schwelle mit einem auffallenden Klebeband.

  • Stolperfalle Teppich

Entfernen Sie lose Teppiche und Läufer zu Ihrem eigenen Schutz. Die Stolperfallen Teppichkante oder sich aufstellende Ecken warten nur darauf, Sie aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Kann man auf den Teppich nicht verzichten, sollte dieser gegen Verrutschen gesichert werden. Antirutschmatten oder Doppelklebebänder bekommen Sie im Fachhandel.

  • Sicherer Haltegriff

Stabile Haltegriffe sollte es im gesamten Sanitärbereich geben. Vor allem in der Dusche, neben der Badewanne und der Toilette.

  • Rutschhemmende Matten

Rutschhemmende Matten gehören in jede Dusche und Wanne! Bei einem Um- oder Neubau kann man auch auf die Verwendung von kleinformatigen Fliesen achten.
Ein großer Fugenanteil lässt das Wasser besser abfließen und verringert so die Rutschgefahr.

TIPP

Das IfS- Institut für Sozialdienste – Menschengerechtes Bauen bietet kostenlose Wohnraumberatungen an.

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